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Wie der nPA das digitale Leben erleichtert

Der ePA wird zum nPA – dem „neuen Personalausweis“

Im echten Leben bringt der Personalausweis jedem Bürger seine Identität –über geographische Grenzen hinweg.

Der hellgrüne Sichtausweis im Sonderformat wird aber schon bald vom neuen elektronischen Personalausweis (nPA) im Scheckkartenformat abgelöst. Denn er kann noch mehr: mit ihm kann sich jeder mittels der elektronischen Signatur im Internet authentifizieren und rechtswirksam Geschäfte tätigen.

Im nPA stecken nicht nur weitere Services, sondern auch jede Menge neue Technik. Ähnlich wie beim Reisepass wird ein biometrisches Lichtbild digital auf einem Chip des Personalausweises gespeichert. Auf dieses Bild im Personalausweis haben allerdings ausschließlich die zur Identitätsfeststellung berechtigten Behörden Zugriff. Zum anderen können auf freiwilliger Basis auf dem Chip im Personalausweis zwei Fingerabdrücke gespeichert werden. Auf dem Chip sind Daten wie Name, Adresse und Geburtsdatum des Inhabers gespeichert. Mit einem Kartenlesegerät und einer PIN können diese am Computer erkannt und über das Internet beispielsweise an einen Service Provider übermittelt werden. Während sich der Nutzer sich mit seinem nPA identifiziert, weist sich der Service Provider mit einem Berichtigungszertifikat aus. Und schon kann man im Internet einkaufen.

Mit dem nPA sind aber auch virtuelle Behördengänge möglich, die normalerweise der Schriftform bedürfen. Zu den so genannten kommunalen Massenverfahren zählen die Bereiche Meldewesen, Straßenverkehr und Bau sowie und Führerschein, Steuer und soziale Leistungen.

Bedenkt man, dass 42 Prozent der Onliner im Web einkaufen und 54 Prozent Behördenservices online nutzen, lohnt sich die Einführung des nPA auf jeden Fall. Vor allem, da Internet-Geschäfte zunehmend mobil getätigt werden und nicht mehr nur vom stationären PC zuhause.

Ab November wird der neue Personalausweis sukzessive eingeführt. Derzeit werden pro Jahr bis zu sechs Millionen Ausweise ausgestellt. Dennoch hofft die Bundesregierung, dass viele Bürger aufgrund der vielfältigen Vorteile vor Ablauf des alten einen neuen Ausweis beantragen. Der Branchenverband BITKOM denkt schon weiter: Jugendliche sollen bereits ab 14 Jahren einen Personalausweis erhalten. Diese „Digital Natives“ verbringen bereits viel Zeit im Internet, so dass der nPA vor allem als Authentifizierungsnachweis genutzt werden kann. 

Bis 2015 besagen die Plandaten der DATEV, wäre der neue Personalausweis bei 50 Prozent der Bevölkerung angekommen. Bereits ein Jahr später schätzt das Unternehmen, hätten zumindest alle 14- bis 29-Jährigen einen elektronischen Personalausweis.