
Sicherheit duldet keinen Aufschub!
BITKOM Umfrage zeigt: Sicherheit duldet keinen Aufschub!
Die geplante Einführung des neuen Personalausweises soll in den Neuen Medien geeignete Voraussetzungen für eine sichere Kommunikation und Authentisierung schaffen.
Die geplante Einführung des neuen Personalausweises soll in den Neuen Medien geeignete Voraussetzungen für eine sichere Kommunikation und Authentisierung schaffen.
Nach einer aktuellen Umfrage des Hightech-Verbands BITKOM sind rund drei Millionen Deutsche bereits Opfer eines Betrugs beim Online-Einkauf oder bei einer Online-Auktion geworden. Ab November 2010 soll hier der neue Personalausweis Abhilfe schaffen. Eine Voraussetzung bleibt: Die FDP-Bundestagsfraktion muss von ihrer Überlegung Abstand nehmen, die Einführung um zehn Jahre zu verschieben.
Anbieter und Nutzer sehen sofortigen Handlungsbedarf
Die große Mehrheit der Internet-Nutzer spricht sich für eine zeitnahe Einführung des neuen Ausweises aus. Laut Umfrage will fast jeder zweite Internetnutzer den Ausweis für elektronische Behördendienste nutzen. 40 Prozent sehen eine Nutzungsmöglichkeit beim Online Banking und jeder Dritte beim Online-Shopping. Allein 14 Millionen Menschen 30 Prozent aller Nutzer würden ihren alten Personalausweis freiwillig vor Ablauf der Gültigkeit umtauschen. Insgesamt nutzen 70 Prozent aller Deutschen ab 14 Jahren das Internet. Auch auf Anbieterseite ist großer Zuspruch zu verzeichnen: So nehmen gegenwärtig rund 160 Organisationen, Behörden und Unternehmen an einem Anwendungstest zum neuen Ausweis teil. Im Fokus stehen Effizienz, Fälschungssicherheit und die Möglichkeit, auch online die eindeutige Identität des Gegenübers festzustellen. Die Zustimmung innerhalb der Gesamtbevölkerung hält sich dagegen die Waage: So stellte der BITKOM fest, dass 46 Prozent die Einführung des Ausweises befürworten, während 45 Prozent dem eher ablehnend gegenüber stehen.
Prävention wird immer wichtiger
Der Bedarf an mehr Sicherheit ist unverkennbar: Laut polizeilichen Angaben wurden allein 2008 rund 167.000 Schadensfälle erfasst, die im Internet oder mit Hilfe des Internet begangen wurden. Ganze drei Viertel dieser Fälle waren Betrugsdelikte. Nicht alle Defizite in punkto Sicherheit können durch die Einführung des neuen Personalausweises beseitigt werden. Allerdings ermöglicht er laut BITKOM eine eindeutige, einfache und besonders sichere Identifikation im Internet und dient so der Betrugsprävention. Zusätzlich zu dieser Identifikationsfunktion kann der Chip optional für die qualifizierte elektronische Signatur nach Signaturgesetz genutzt werden. Wie sein Vorgänger bleibt auch der neue Ausweis für zehn Jahre gültig.


